Trauerspiel....
Er fehlt mir so sehr....
Seine Stimme, seine Wärme, seine Nähe... Eben ER!
Am Freitag ist Urnenbeisetzung.
Ich habe Angst, ich will nicht hin. Ich weiß nicht mal wovor ich Angst habe. Es wird dann so Endgültig.
Ich weiss, das ist es längst, er wird nicht mehr zurück kommen...
4 Wochen sind bald vergangen. Er fehlt mir wie am ersten Tag. Wird es besser? Mit der Zeit bestimmt...
Wisst ihr, ich habe Angst dass ich mich irgendwann nicht mehr erinnere wie seine Stimme geklungen hat, wie er roch und dass ich irgendwann kein Bild mehr vor Augen habe.
Als ich 17 war verunglückte meine erste große Liebe mit dem Motorrad, neulich ist mir bewusst geworden dass ich nicht mehr weiß wie er redete, wie er roch und wie er aussah. Ein blasses Bild ist nur noch da.
Und genau das will ich nicht. Ich will nicht dass er irgendwo im Hirn verschwindet. Ich will ihn präsent haben.
Ich rede mit ihm obwohl er nicht hier ist, ich wünsche ihm eine Gute Nacht obwohl er nicht neben mir liegt. Ich flehe ihn an sich bemerkbar zu machen... Seine Bilder liegen hier überall. Ich will ihm nah sein. Doch er gibt mir keine Nähe mehr. Ich habe kurz nach seinem Tod Fotos gemacht, und auch an dem Tag danach. Er sah so schön aus, so friedlich. Diese Fotos schaue ich mir zig mal am Tag an. Einer seits ist im Kopf drin dass er nicht mehr wieder kommen wird, anderer seits will ich das garnicht akzeptieren...
Ich freue mich wenn ich was zu Lachen habe, habe im nächsten Moment ein schlechtes Gewissen.
Er hat immer wieder gesagt ich soll glücklich und fröhlich sein wenn er nicht mehr da ist, soll Leben und Lieben...
Das geht nicht... Irgendwann vielleicht, aber ich will es auch irgendwie nicht. Er ist die Liebe meines Lebens...
Im Moment igel ich mich ein. Will keinen sehen, will keinen anderen trösten müssen. Ich brauche Menschen die für mich da sind. Solche Menschen habe ich.
Ein Freund sagte mir ich soll mir die Stärke aus den Menschen aus meiner Umgebung ziehen als ich ihm sagte dass meine Kraftquelle nicht mehr da ist.
Recht hat er damit, dennoch ist es nicht einfach um zu setzen.
Ich verfalle hier in eine art Lethargie. Sie tut mir gut. Ich möchte einfach alleine sein.
Aber irgendwie will ich auch nicht alleine sein.
Ich weiß nicht was ich will...
Nein, ich will auch nicht reden. Es ist alles gesagt. Dass ich mich scheiße fühle, dafür brauche ich niemanden anrufen....
Es ist alles scheiße ohne ihn. Und alles wird jetzt das erste Mal ohne ihn statt finden. Bald mein Geburtstag, Weihnachten, Silvester, unser 9 Jähriges im Januar, Ostern, sein Geburtstag... und auch der Tag an dem er die Augen für immer geschlossen hat wird 1 jahr her sein...
Wir wussten lange dass diesert Tag irgendwann kommt, aber man kann sich noch so weit auf diesen Tag vorbereiten, wenn er da ist ist man ohnmächtig, geschockt, hilflos, zu tiefst verletzt und allein... Ganz allein, obwohl Menschen in deiner Nähe sind.
Dann kommen Tage voll mit Wut. Man weiß nicht woher sie kommt oder was sie ausgelöst hat. Sie ist einfach da. Man könnte jedem ins Gesicht schlagen. Schön, dass ihr alle Spass habt, dass Euer Leben weiter geht... Glückwunsch für nichts...
Und diese Sprüche: "Zeit heilt alle Wunden"..... oder "ich weiß wie Du dich fühlst"...
"Ach echt??? Dein Mann lebt doch noch"... Das würde ich gerne auf diese Aussage Antworten, aber ich tu es nicht....
Einen scheiß wissen sie. Nichts aber auch garnichts...
Ja sie meinen es Lieb, sie sind überfordert oder wissen es nicht besser.
Aber es nervt. Lieber garnichts sagen. Ja, schweigen ist manchmal besser. Eine schweigende Umarmung wiegt viel mehr!
Ich verschwende keine Energie mehr damit mich über blöde Dinge auf zu regen. Das haben wir nämlich durch den Krebs gelernt: Jede Sekunde die man damit verschwendet ist eine verlorene Sekunde.
Manche Dinge und Menschen kann man eben nicht ändern. Leb damit oder lass es!
Mein Engel hat mir gezeigt was Liebe ist, was Zusammenhalt bedeutet und wie man mit einem Lächeln auf den Lippen kämpfen kann auch wenn man weiß dass der Kampf längst verloren ist.
Ich habe viel gelernt in den vergangenen 8,5 Jahren von denen ich keine Sekunde mit ihm bereue.
Ein großes Kapitel in meinem Leben ist zu Ende geschrieben worden.
Ein Kapitel mit einer filmreifen Lovestory und einem tief tragischen Ende...
Aber die Erinnerung ist das Fenster durch das ich Dich sehen kann wann immer ich will!
M.
Seine Stimme, seine Wärme, seine Nähe... Eben ER!
Am Freitag ist Urnenbeisetzung.
Ich habe Angst, ich will nicht hin. Ich weiß nicht mal wovor ich Angst habe. Es wird dann so Endgültig.
Ich weiss, das ist es längst, er wird nicht mehr zurück kommen...
4 Wochen sind bald vergangen. Er fehlt mir wie am ersten Tag. Wird es besser? Mit der Zeit bestimmt...
Wisst ihr, ich habe Angst dass ich mich irgendwann nicht mehr erinnere wie seine Stimme geklungen hat, wie er roch und dass ich irgendwann kein Bild mehr vor Augen habe.
Als ich 17 war verunglückte meine erste große Liebe mit dem Motorrad, neulich ist mir bewusst geworden dass ich nicht mehr weiß wie er redete, wie er roch und wie er aussah. Ein blasses Bild ist nur noch da.
Und genau das will ich nicht. Ich will nicht dass er irgendwo im Hirn verschwindet. Ich will ihn präsent haben.
Ich rede mit ihm obwohl er nicht hier ist, ich wünsche ihm eine Gute Nacht obwohl er nicht neben mir liegt. Ich flehe ihn an sich bemerkbar zu machen... Seine Bilder liegen hier überall. Ich will ihm nah sein. Doch er gibt mir keine Nähe mehr. Ich habe kurz nach seinem Tod Fotos gemacht, und auch an dem Tag danach. Er sah so schön aus, so friedlich. Diese Fotos schaue ich mir zig mal am Tag an. Einer seits ist im Kopf drin dass er nicht mehr wieder kommen wird, anderer seits will ich das garnicht akzeptieren...
Ich freue mich wenn ich was zu Lachen habe, habe im nächsten Moment ein schlechtes Gewissen.
Er hat immer wieder gesagt ich soll glücklich und fröhlich sein wenn er nicht mehr da ist, soll Leben und Lieben...
Das geht nicht... Irgendwann vielleicht, aber ich will es auch irgendwie nicht. Er ist die Liebe meines Lebens...
Im Moment igel ich mich ein. Will keinen sehen, will keinen anderen trösten müssen. Ich brauche Menschen die für mich da sind. Solche Menschen habe ich.
Ein Freund sagte mir ich soll mir die Stärke aus den Menschen aus meiner Umgebung ziehen als ich ihm sagte dass meine Kraftquelle nicht mehr da ist.
Recht hat er damit, dennoch ist es nicht einfach um zu setzen.
Ich verfalle hier in eine art Lethargie. Sie tut mir gut. Ich möchte einfach alleine sein.
Aber irgendwie will ich auch nicht alleine sein.
Ich weiß nicht was ich will...
Nein, ich will auch nicht reden. Es ist alles gesagt. Dass ich mich scheiße fühle, dafür brauche ich niemanden anrufen....
Es ist alles scheiße ohne ihn. Und alles wird jetzt das erste Mal ohne ihn statt finden. Bald mein Geburtstag, Weihnachten, Silvester, unser 9 Jähriges im Januar, Ostern, sein Geburtstag... und auch der Tag an dem er die Augen für immer geschlossen hat wird 1 jahr her sein...
Wir wussten lange dass diesert Tag irgendwann kommt, aber man kann sich noch so weit auf diesen Tag vorbereiten, wenn er da ist ist man ohnmächtig, geschockt, hilflos, zu tiefst verletzt und allein... Ganz allein, obwohl Menschen in deiner Nähe sind.
Dann kommen Tage voll mit Wut. Man weiß nicht woher sie kommt oder was sie ausgelöst hat. Sie ist einfach da. Man könnte jedem ins Gesicht schlagen. Schön, dass ihr alle Spass habt, dass Euer Leben weiter geht... Glückwunsch für nichts...
Und diese Sprüche: "Zeit heilt alle Wunden"..... oder "ich weiß wie Du dich fühlst"...
"Ach echt??? Dein Mann lebt doch noch"... Das würde ich gerne auf diese Aussage Antworten, aber ich tu es nicht....
Einen scheiß wissen sie. Nichts aber auch garnichts...
Ja sie meinen es Lieb, sie sind überfordert oder wissen es nicht besser.
Aber es nervt. Lieber garnichts sagen. Ja, schweigen ist manchmal besser. Eine schweigende Umarmung wiegt viel mehr!
Ich verschwende keine Energie mehr damit mich über blöde Dinge auf zu regen. Das haben wir nämlich durch den Krebs gelernt: Jede Sekunde die man damit verschwendet ist eine verlorene Sekunde.
Manche Dinge und Menschen kann man eben nicht ändern. Leb damit oder lass es!
Mein Engel hat mir gezeigt was Liebe ist, was Zusammenhalt bedeutet und wie man mit einem Lächeln auf den Lippen kämpfen kann auch wenn man weiß dass der Kampf längst verloren ist.
Ich habe viel gelernt in den vergangenen 8,5 Jahren von denen ich keine Sekunde mit ihm bereue.
Ein großes Kapitel in meinem Leben ist zu Ende geschrieben worden.
Ein Kapitel mit einer filmreifen Lovestory und einem tief tragischen Ende...
Aber die Erinnerung ist das Fenster durch das ich Dich sehen kann wann immer ich will!
M.
Miststueck1979 - 11. Aug, 21:25
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